Name: Roterle
Wissenschaftlicher Name: Alnus glutinosa
Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
Herkunft: Europa, Nordafrika und Westasien
Höhe: etwa 20–30 m, teilweise bis 35 m
Alter: etwa 100–150 Jahre
Blätter: rundlich bis verkehrt-eiförmig, dunkelgrün und am Ende oft leicht eingekerbt
Blüte: Februar bis April
Früchte: kleine Nüsschen in zapfenartigen Fruchtständen
Standort: bevorzugt an Bächen, Flüssen, Seen und auf feuchten Böden
Wurzeln: kräftiges Wurzelsystem mit Knöllchenbakterien
Verbreitung in Deutschland: weit verbreitet, besonders an Gewässern und auf feuchten Standorten
Besonderheiten
- Die Roterle wird auch Schwarzerle genannt.
- Ihr Holz färbt sich nach dem Fällen zunächst rötlich-orange – daher der Name.
- Sie kann auf sehr nassen Böden wachsen und verträgt sogar zeitweise Überschwemmungen.
- An ihren Wurzeln leben Bakterien, die Stickstoff aus der Luft binden und den Boden mit Nährstoffen anreichern.
- Die kleinen Fruchtstände sehen aus wie winzige Zapfen und bleiben oft über den Winter am Baum.
Verwendung
Das Holz der Roterle ist leicht, weich und gut zu bearbeiten. Es wird unter anderem für Möbel, Drechselarbeiten, Sperrholz und Musikinstrumente verwendet. Unter Wasser ist Erlenholz besonders dauerhaft.
Merksatz
Die Roterle ist ein Baum feuchter Standorte, dessen Holz sich nach dem Fällen rötlich färbt.
